Chill doch mal: Antistress-Strategien

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Hausaufgaben, Hobbys, Prüfungsstress – und die Eltern nerven auch noch!? Muss das echt sein? In Wirklichkeit nicht – denn: Manchmal tut man ganz gut daran, einen kühlen Kopf zu bewahren und einen guten Plan zu haben. Wie kriegst Du das hin?

In diesem Zusammenhang ist es interessant, Dich mit dem Begriff Resilienz auseinanderzusetzen. Unter Resilienz versteht man die Widerstandsfähigkeit von Individuen oder Systemen (z. B. Familie, Schule), erfolgreich mit belastenden Situationen umzugehen (z. B. Misserfolgen, Unglücken, Notsituationen, traumatischen Erfahrungen, Risikosituationen u.ä.).

Keine Lösung gegen Stress ist: Alkohol, Medikamente oder andere psychoaktive Substanzen zu konsumieren, um verschiedene Alltagsbelastungen oder schwierige Lebensphasen zu verdrängen. Das gilt auch für problematische Verhaltensweisen wie Glücksspiel oder Essstörungen. Denn die Probleme werden dadurch nicht weniger, im Gegenteil, es führt zu einer abwärtsführenden Spirale von gesundheitlichen Störungen.

Der richtige Umgang mit Stress ist erlernbar. Alltägliche Belastungen können, wenn Du ein bisschen an Dir, Deinen Gedanken und Gefühlen arbeitest, als Herausforderungen und nicht nur als Bedrohung wahrgenommen werden.

Hier ein paar einfache Lösungsvorschläge, die Dir beim Umgang mit Stress helfen können:

Mal 'ne Runde kuscheln

Oxytocin, auch bekannt als das Kuschelhormon oder das Bindungshormon, spielt eine zentrale Rolle, wenn es um Dein Wohlbefinden geht – also ruhig mal mit Deinem Gegenüber eine Runde kuscheln. Das kann der beste Kumpel sein, Geschwister, Eltern, der Cousin oder der/die Freund/in.

Ruhepausen und Entspannung einplanen

  • Suche nach Möglichkeiten zum Entspannen und Abreagieren (Musikhören, Bewegung etc.).
  • Übe systematische Entspannungsverfahren (Tief Ein- und Ausatmen, oder z. B. Progressive Muskelrelaxation: willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen).
  • Gönne Dir ausreichend Schlaf (Forscher fanden heraus, dass das Optimum bei 8-10 Stunden Schlaf pro Nacht liegt).

Zeitmanagement verbessern

  • Lege Dein Smartphone weg und vermeide dadurch Unterbrechungen.
  • Fange nicht mehrere Dinge gleichzeitig an. Beende lieber eins nach dem anderen.
  • Sortiere deine Gedanken. Nutze Merkzettel oder lege Dir eine To Do Liste an.
  • Setze Prioritäten. So kannst Du Wichtiges von Unwichtigem trennen.
  • Setze Dir realistische Ziele. Somit enttäuscht Du Dich nicht selbst.
  • Plane regelmäßige Pausen ein. So schaffst Du es Deine Energie einzuteilen und bis zum Schluss durchzuhalten.

Nein sagen

Oft ist es eine große Überwindung „nein“ zu sagen. Du möchtest schließlich nicht als zickig tituliert werden oder als Spielverderber dastehen, weil Du Dir keine Zigarette drehst, obwohl es die anderen auch so machen. Manchmal tut es aber gut, bestimmt Deine Meinung zu äußern und nicht bei jeder Gelegenheit mitzumachen.

Nervennahrung

In stressigen Lebenslagen sind bestimmte Lebensmittel besonders empfehlenswert – und damit ist nicht nur Schokolade gemeint. Vielmehr ist für Deinen Körper vor allem die Versorgung mit Kalium, Magnesium und B-Vitaminen wichtig. Greif deshalb lieber öfter mal zu diesen Lebensmitteln:

  • Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • Bananen
  • Brokkoli
  • Trockenobst
  • Milchprodukte
  • Nüsse
  • Eier

Bewegung und Sport

Hast Du schon einen Sport gefunden, der Dir Spaß macht? Falls ja – mega!  Dann bleib dran, denn: Sport und Bewegung generell gelten als die Wunderwaffe gegen Stress! Falls nein – es ist nie zu spät anzufangen. Klar, es ist eine riesen Hürde, den Schweinehund zu überwinden, aber nichts gibt Dir ein besseres Gefühl, als das nach dem Sport – egal ob im Team oder allein. Die Glückshormone sprudeln nur so und Du fühlst Dich gut! Das will doch jeder.

In diesem Sinne: Chill', jogge oder kuschel mal ne Runde! 

Wir freuen uns auch über ausführlicheres Feedback per E-Mail an: teens@fit-4-future.de

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